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19. ADAC Limes Ralley

2009-08-30

Pressetext von Heiko Schäfer:

Hattrick für Koch/Assmann bei Limes Rallye
Opelteam siegt im Endspurt vor Martin Häring, Regen sorgt für Ausrutscher, Klassensiege von Sier und Hildebrandt, Verkürzte Weltpremiere des Audi Sport Quattro S1, 3 500 Zuschauer
 
INHEIDEN. Spannender und spektakulärer hätte die ADAC Limes Rallye des verantwortlichen AMC Hungen kaum sein können. Die 19. Auflage über drei, jeweils doppelt zu fahrende, Wertungsprüfungen (WP) über knapp 35 Kilometer auf Bestzeit war geprägt vom Audi Sport Quattro S1 mit Michael Gerber am Lenkrad als einer von vier ungezeiteten Vorwagen, einer losen Schraube am Opel Kadett von Marco Koch, Regenschauern und einem harten Zweikampf um den Sieg. Den holten sich zum dritten Mal in Folge Marco Koch/Stefan Assmann (Marburg/Gladenbach) im Trijekt Opel Kadett C Coupe vor Martin Häring/Stefan Schork (Alzenau/Grünberg) und Jörg Schuhej/Steffen Reith (Fulda/Schwalmtal) im Mitsubishi Lancer.
Rallyeleiter Gerhard Krause und seine Mannschaft boten mit der 2, 5 Kilometer langen Sprintprüfung „Villingen“ (WP 1 und 4), sowie den beiden Rundkursen „Ulfa“ (WP2 und 5) und „Rodheim“ (WP 3 und 6) mit 9, 4 bzw. 5,4 Kilometern drei anspruchsvolle Strecken an.Nach dem Sollzeitfeld der historischen Autos zündete der Licher Ex- Rallyeprofi Michael Gerber zur Freude der rund 3 500 Zuschauer die 600 PS seines Audi Sport Quattro S1. Doch nicht alle kamen in den Genuß des Original- Werksautos. Im ersten Ulfa- Durchgang baute das Porsche- Doppelkupplungs- Getriebe (PDK) keinen Druck mehr auf (mehr dazu im Rallyesplitter). Kurz danach entbrannte zwischen Koch und Häring ein gnadenloser Kampf um den Sieg. Nach der ersten Bestzeit (1, 30, 3 min) von Häring war Koch mit 0, 5 Sekunden nur unwesentlich lanagsamer und brummte in der WP 2 (5, 35 min) dem Alzenauer ganze fünf Sekunden auf. Der Mantafahrer hielt jedoch mit knapp fünf Sekunden (4, 39 min) in WP 3 vor Koch dagegen und hatte zur Halbzeit dünne 0, 3 Sekunden vor dem Marburger. „Ich wollte in Rodheim die Reifen schonen und war zu zaghaft“, meinte der Kadett- Fahrer in der Pause. Wohlwissend aber, daß ein überlegener Vorsprung anders aussieht, gab sich Häring skeptisch. „Der Grenzbereich ist schmal und man ist schnell im Graben, es wird eng“. Regenschauer hatten in der Halbzeit für einige Ausrutscher gesorgt. Zudem sorgte bei den Vorjahressiegern eine gelöste Schraube an der Riemenscheibe der Lichtmaschine für Verdruß, doch es verlief glimpflich. In der zweiten Schleife hielt Häring zwar das Tempo, doch Koch wollte nicht zweiter werden und fuhr auf Attacke. Assmann zog seinen Gurt etwas straffer als sonst und mit zwei weiteren Bestzeiten verschafften sich beide Luft. Auch in der WP 6 brummte Koch seinem Widersacher weitere Sekunden auf. Als erstes Team gelang den beiden Oberhessen damit ein Sieghattrick bei der Limes- Rallye. Die letzte Bestzeit des Tages fuhr Jörg Schuhey/Steffen Reith, die den Allradvorteil im Mitsubishi Lancer nicht wesentlich nutzen konnten, mit Rang drei aber die seriennahe Wertung gewannen. Deren Markenkollegen Daniel Rexhausen/Stefan Clemens (Friedrichsdorf/Thailen) landeten sowohl in der Klasse als auch im Gesamt dahinter. Bis auf ein defektes Relais am Freitagabend lief es bei den Brüdern Markus und Thomas Schmidtmeister (Niddatal/Laubach) ohne größere Probleme im BMW 320is. Der sechste Platz war eine reife Leistung. Den letzten Topten- Platz aus mittelhessischer Sicht komplettierten Dirk Klemund/Nico Eichhorner (Hungen/Blumberg) im Subaru Impreza Sti. Klemund war einer der „Regenopfer“und hatte sich mehr erhofft. Mit Matthias Weber/Wolfgang Vetter im Audi S2 (Pohlheim) auf Platz 20 und dem Vater/Sohn Duo Gerd und Nils Hildebrandt (Gießen) im VW Polo gingen zudem zwei Klassensiegerpokale an Teams aus dem Kreis Gießen.
Die Historik- Wertung von 23 Autos auf Sollzeit gewannen Jochen Möckl/Markus Wilde (Knittlingen) im Opel Ascona B mit einem Zeitunterschied von 2, 4 Sekunden. Lothar Köhler/Ursula Glöde (Laubach) wurden im Opel Kadett C Coupe sechste (2, 7 sec.), Horst Schmidt/Michael Hannes (Hungen im BMW 2002 tii (2, 8 sec.) achte, Edwin Bingel/Martin Bernhardt (Nidda) im Opel Ascona (3 sec.) zehnte und Mathias Kastner/Heinrich Melchner (Weiden/Altenstadt) im Renault Alpine A 310 (171, 5 sec.) 21. in der Gesamtwertung.
 
Gesamtergebnis 19. ADAC Limes Rallye, 89 Teams, 59 in Wertung

Marco Koch/Stefan Assmann (Marburg/Gladenbach) AMC Hungen, Opel Kadett C Coupe, 23, 40, 4 min.,2. Martin Häring/Stefan Schork (Alzenau/Grünberg) MSC Horlofftal, Opel Manta, +10, 8 sec.,3. Jörg Schuhey/Steffen Reith (Fulda/Schwalmtal) Team DMV, +14, 6 sec.,4.  Daniel Rexhausen/Stefan Clemens (Friedrichsdorf/Thailen), AMC Hungen, beide Mitsubishi Lancer, +20, 1 sec.,5.  Michael Rausch/Thomas Schäfer (Schlitz) AC Schlitz, Opel Ascona B, +24, 4 sec.,6.  Markus und Thomas Schmidtmeister (Niddatal/Laubach) AMC Hungen, BMW 320is, +40, 7 sec.,7. Udo Schiffmann/Heiko Steinacker (Heiligenroth/Schlitz, BMW M3, +52, 3 sec., 8. Uwe Kiehm/Heiko Ziebuhr (Lautertal/Schlitz) beide SFG Vogelsberg, +1, 12 min., 9. Andreas und Herbert Schrinner (Pohl) Fiat Panda, +1, 57, 1 min., 10. Dirk Klemund/Nico Eichenauer (Hungen/Blumberg) MSC Horlofftal, Subaru Impreza Sti, +1, 59, 9 min., ………12. Frank Oliveri/Lars Schnorr (Usingen) Subaru Impreza, +2, 07, 4 min., 13. Rainer Hahn/Matthias Hoffmann (Reiskirchen/Langgöns) MSC Horlofftal, Mitsubishi Lancer, +2, 13, 9 min., 15. Marc Beilner/Stephan Drechsler (Hungen/Frankfurt) MSC Horlofftal, Opel Kadett E 16V, 2, 41, 4 min., 17. Wilfried und Kerstin Fränzke (Marburg) Subaru Impreza, +2, 44 min., 18. Thorsten Kühn/Jörg Schlosser (Laubach) AMC Hungen, BMW 320is, +2, 56, 7 min., 20. Matthias Weber/Wolfgang Vetter (Pohlheim) AMSC Pohlheim, Audi S2, 3, 05, 1 min., 21. Jochem Möller/Marina Winkler (Schlüchtern/Hungen) MSC Wächtersbach, Honda Integra, +3, 06, 3 min., 22. Patrick Pietzonka/Christian Nake (Weilrod/Usingen) Opel Kadett GSI 16V, +3, 09, 2 min., 23. Maurice Moufang/Christoph- Ole Bast (Nidda/Schotten) MSC Rund um Schotten, BMW 120d, 3, 14, 2 min., 25. Torsten Tippner/Alexander Hirth (Nidda/Schotten) MSC Rund um Schotten, Opel Kadett C Coupe, +3, 18, 9 min., 26. Georg und Katja Hossfeldt (Gießen) AMC Hungen, VW Golf GTI, +3, 29, 0 min., 29 Alexander Papendorf/Eginhard Kasper (Hungen) Subaru Impreza, +3, 44, 9 min., 30. Andreas Kramer/Rüdiger Walz (Riedstadt/Sulzdorf) Taunus Racing Team, Opel Ascona B, +3, 55, 1 min., 31. Christian Sier/Lucas Habicht (Heuchelheim/Lahnau) AMSC Pohlheim, BMW 318is, +4, 09 min., 34. Jens Hofmann/Manuel Dönger (Lahnau), +4, 51, 6 min., 35. Holger Axmann/Vanessa Magel (Schotten) AMC Hungen, Opel Kadett E 16V, +5, 00, 5 min., 36. Ulrich Moses/Andreas Willecke (Weilrod) BMW 318is, +5, 10 min., 38. Silvio Arnold/Marie- Christin Dalle- Grave (Usingen/Diez) Ford Fiesta XR2, +5, 31 min. ,41. Dennis Treml/Andre Köhler (Schotten) AMC Hungen, Opel Corsa A, +5, 45, 4 min., 42. Timo und Marco Scheuerling (Usingen/Butzbach) Skoda Favorit, +5,45, 4 min., 43. Joachim Hischke/Oliver Wiech (Usingen/Obertshausen) Opel Corsa, +5, 48, 5 min., 44. Volker Saliger/Meik Dörrer (Laubach/Hungen) , Opel Ascona B, +5, 58, 2 min., 45. Benjamin und Peter Steidl (Laubach) beide MSC Horlofftal, Seat Ibiza GTI, +6, 22, 2 min., 46. Steffen Seibert/Martin Eberling (Laubach) MSC Horlofftal, Mazda 323, +6, 24, 2 min., 50. Lars Deyk/Dominik Durant (Lohra) AMC Hungen, BMW 318is, +6, 44, 0 min., 53. Ulrich Fischlein/Robin Hübner (Reichelsheim/Echzell) AMC Hungen, BMW 318is, +7, 00, 9 min., 54. Gert und Nils Hildebrandt (Gießen) AMC Gießen, VW Polo, +7, 09 min., 55. Daniel Habicht/Kevin Hartbrod (Lahnau) AMSC Pohlheim, BMW 318is, +7, 39, 3 min., 56. Stefan Schneider/Stefan Lenz (Bad Berleburg/Laubach) MSC Horlofftal, Opel Ascona B, +6, 53, 6 min., 58. Daniel Vierheller/Lars Müller (Nidda/Grebenhain) AMC Hungen, Opel Corsa, +9, 01, 2 min., 59. Michael und Elisabeth Stadelmann (Pohlheim) AMSC Pohlheim) Audi S2 Quattro, +10, 06 min.

Rallyesplitter

Kurze Weltpremiere

Nur wenige Zuschauer kamen in den Genuß, den 600 PS starken Audi Sport Quattro S1 ale einen von vier ungezeiteten Vorwagen mit Michael Gerber am Lenkrad in freier Wildbahn zu erleben. Das 1986 gebaute Werksauto sollte beim damaligen WM- Lauf in Griechenland mit Walter Röhrl eingesetzt werden, doch das Vorhaben scheiterte. Nach dem Rückzug von Audi aus der Rallye- WM nach den tödlichen Unfällen der damaligen Gruppe- B Zeit hatte der S1 nach 23 Jahren seine Feuertaufe. Der Ex- Rallyeprofi Gerber aus Lich wurde von Michael Heimrich, Chefredakteur der Fachzeitschift „Rallye Magazin“ navigiert. In der WP 2 bei Ulfa mußte der Sport Quattro wegen nachlassendem Druck im Porsche Doppelkupplungs- Getriebe abgestellt werden. Eine genaue Analyse wird das Punkteins- Team in Lich machen. Ob für den geplanten Einsatz bei den Rallyelegends im Oktober im italienischen San Marino ein Sechsgang- Schaltgetriebe verwendet wird, ist noch unklar.
 
Respekt mit Promi- Unterstützung
 
Im gemieteten 300 PS Fun- M Subaru von Dirk Klemund aus Villingen hatte Alexander Papendorf sein Allraddebüt. Der Wechsel vom rund 140 PS Seat Ibiza Fronttriebler war für den in Villingen lebenden Papendorf mit Co Eginhard Kasper zusammen mit den anspruchsvollen Strecken gewöhnungsbedürftig und endete auf dem guten 20. Gesamtrang. Der 29- Jährige fuhr mit der prominentesten Unterstützung im Feld, dem Schlagerduo „Amigos“. Die Villinger Brüder Karl- Heinz und Bernd Ulrich sind seit fast 40 Jahren im Musikgeschäft und schwimmen derzeit auf einer wahren Erfolgswelle.
 
Tag zum Vergessen
 
Wenig rund lief es bei Michael und Elisabeth Stadelmann im Audi Quattro S2 aus Pohlheim. Auf der Sprintprüfung 1 bei Villingen kam Elisabeth Stadelmann beim Vorlesen aus dem Aufschrieb, in der WP 2 verlor das Mixedteam wegen geschwenkter gelber Flaggen weitere Zeit. Ein Reifenschaden mit Reifenwechsel in der WP3 mit rund fünf Minuten und ein auf Notprogramm laufender Motor machten eine Topplatzierung endgültig zunichte. „Nur noch ins Ziel kommen“, war der Wunsch von Michael Stadelmann, der als Letzter auf dem undankbaren 59. Platz in Wertung ankam.
 
Glückliches Comeback
 
Thorsten Tippner/Alexander Hirth (Nidda/Schotten) blieben im Opel Kadett C Coupe als eine der wenigen Teams von den Wetterkapriolen am Nachmittag verschont. Nach seinem Motorschaden bei der Rallye Alsfeld im Mai 2008 war Tippner bei seinem Comeback auf Rang 25 erfreut („es läuft ohne Probleme“).
 
Unsportlich
 
Alle Teilnehmer wissen, daß die Strecken bei Rallyes nur zu bestimmten Zeiten besichtigt werden dürfen. Daran hielten sich jedoch nicht alle und fielen durch unsportliches Verhalten auf. Ein Teilnehmer wurde trotz Verwarnung mehrfach gesichtet. Ob der Veranstalter diesbezüglich Konsequenzen zieht, ist nicht bekannt.

 weiterlesen: www.amc-hungen.de/home

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