schlechte Zündleistung / miserabler Zündfunke

Abstimmung des Motors
Locha2
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Re: schlechte Zündleistung / miserabler Zündfunke

Beitrag von Locha2 »

Hallo Tobi,

kannst du mir den Denkfehler mal genauer erläutern? Ich meine die Simultane Einspritzung.
Wieso soll der Durchfluss bei einer 270cc/min Düse 2x 360° nicht so hoch sein wie bei der Vollsequentiellen 540ccm/min 1x 720° wenn man im 100% Dutycycle bleibt?

Weiterhin habe ich mir eine Stock Map vom BMW E36 328i und BMW E36 M3 3.2l US besorgt.
Beide haben gleiche Düsen verbaut, laufen mit gleichem Druck und siehe da, der Hersteller geht auf über 120% oder sogar auf 170% Dutycycle. Klar geht das bei der Simultan Einspritzung nicht.

Der E36 Motor hat 4 Ventile, eine Vanos und die Einspritzdüsen spritzen direckt auf die Ventile aber die Einspritzzeit im Leerlauf beträgt 7% von dem Maximalwert.
Bei mir wurde der Motor auf 33% Einspritzzeit im Leerlauf im vergleich zum Maximalwert abgestimmt. Irgendwie bezweifle ich das, dass richtig sein soll auch wenn der BMW Motor komplett andere Konstrution hat.

BMW
Düsen größe 200cc/min
Raildruck 3,8 Bar
Max. Einspritzzeit 12,80ms

Mein Motor
Düsen größe 270cc/min
Raildruck 3,0 Bar
Max. Einspritzzeit 7,15ms

Meine Düsen haben 35% größeren durchfluss. Die BMW Einspritzzeit ist 80% größer als bei mir
Der Druck ist beim BMW 0,8Bar höher. 1 Bar ist etwa 15% mehr cc/min.

Wenn ich das hier alles gegen rechne komme ich auf ca. gleichen Durchflussmenge wie beim BMW mit bei 2 bar und 270cc/min und 7ms Einspritzzeit.
Evtl. ist der BDR verstellt und 3bar ist zu viel und der müsste auf 2,5 oder 2,0 bar laufen.

Die Benzindüsen laufen wieder nachdem ich die mit hoher Spannung (13V) 8ms durchspritzen lies. Sowas passiert wohl beim Standschaden.
Dateianhänge
Vergleich-328i-4.6l.png

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Tobi
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Re: schlechte Zündleistung / miserabler Zündfunke

Beitrag von Tobi »

War jetzt noch irgendeine Frage offen oder läuft wieder alles?

Gruß
Tobi

Locha2
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Re: schlechte Zündleistung / miserabler Zündfunke

Beitrag von Locha2 »

Hallo Tobi,

Ich habe die Benzindüsen mal unter 11V und immer 3Bar getestet. Die Düsen sind sehr Gleichmäßig aber bei 10,74 machen die bei einer Schaltzeit von 2500 µs kaum auf. Man hört ein leichtes Summen aber das was rauskommt benetzt höchsten leicht die Wand in 60s.

11,3V beim einschalten 10,74V

BANK1
Düse 1 = 245cc/min 8000 µs 10,74V
Düse 3 = 245cc/min 8000 µs 10,74V
Düse 5 = 250cc/min 8000 µs 10,74V
Düse 7 = 245cc/min 8000 µs 10,74V
BANK2
Düse 2 = 245cc/min 8000 µs 10,74V
Düse 4 = 250cc/min 8000 µs 10,74V
Düse 6 = 250cc/min 8000 µs 10,74V
Düse 8 = 250cc/min 8000 µs 10,74V

Schaltzeit 2500 µs bei 10,74V nicht messbar.

12V beim einschalten 11,34v -11,21V

Düse 8 = 50cc/10min 2500 µs 11,34V
Düse 8 = 5cc/min 2500 µs 11,34V

Düse 8 = 260cc/min 8000 µs 11,10V

Es ist doch klar das beim Startvorgang wenn die Spannung auf 10V sinkt der Motor nicht startet. Bei 10V machen die Düsen grarnicht auf.

Jetzt die Frage, welche Möglichkeiten hat man sowas zu beheben? Die Düsen arbeiten bei 8000 µs ja recht gleichmäßig. Sind diese evtl. zu groß? Oder sollte ich für das Steuergerät eigene Batterie verbauen damit die Spannung nicht so weit fällt?

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Tobi
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Re: schlechte Zündleistung / miserabler Zündfunke

Beitrag von Tobi »

Hallo!

Dass die Düsen eigentlich etwas zu groß sind, hatten wir bereits geklärt.

Zunächst mal würde ich mal die Düsenschaltzeit vernünftig einmessen. Und zwar bei 2500μs mindestens über die volle Zeit, die das Programm vorschlägt. Also mindestens 10min.

Außerdem würde ich die Batteriespannung mit dem Multimeter messen. Einmal im Ruhezustand und einmal bei laufendem Düsentest, damit man mal sieht, wo die Spannung überhaupt abfällt. Also ob es direkt in der Batterie ist oder über die Kabel. Wenn die Spannung über die Kabel abfällt, könnte man diese dicker machen, Anschlusspunkte optimieren, Hauptrelais oder Zündschalter erneuern (je nach Verkabelungsart) usw.


Gruß
Tobi

Locha2
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Re: schlechte Zündleistung / miserabler Zündfunke

Beitrag von Locha2 »

Die Düsenschaltzeit ist ja vernünftig eingemessen.
Bei 2500µs habe ich 10min lang laufen lassen.
Auch die Spannung habe ich gemessen.
Die Batterie Spannung war bei 11,3V, beim Test ist diese auf 10,74V abgesunken. Bei 10,74V kam nichts messbares raus.

Erst als ich die Batterie auf 12,0V aufgeladen hatte kamen 50cc/10min raus. Was 5cc/min bedeutet.
Die Spannung war beim Testanfang auf 11,34V gesunken.

Zu guter letzt habe ich die Batterie komplett aufgeladen auf 13,0V. Bei Zündung an ist die Spannung auf 12,3V gesunken und beim Düsen Test auf 11,47V.
Über die gesamte Testfauer blieb es bei den 11,47V.
Hierbei wurden 55cc/10min gemessen. Also 5,5/min.

Bei 8000µs unterscheiden sich die Zeiten von 245cc/min bis 280cc/min.

Und bei 2500µs 0 - 5,5cc/min. Die Düsen wollen bei der Spannung und Einspritzzeit einfach nicht aufmachen.

Das erklärt alle Probleme die ich mit dem Fahrzeug hatte.

Den Start kann man jetzt verbessern indem man weiß das bei Schaltzeiten unter 3000µs nix raus kommt. Also muss beim Start die Einspritzzeit zwischen 3000-8000µs liegen.

Jetzt gibt es das Problem das wenn der Motor anspringt die Lichtmaschine nicht sofort 14V liefert. Man muss immer hoch drehen damit der Motor bei 12V nicht abstirbt.
Auch hier würde helfen wenn man beim Kennfeld Warmlaufphase die rote Kennfeldlinie etwas anhebt.

Bleibt nur noch das Problem wenn die Lichtmaschine schwächelt magert der Motor im Leerlauf sofort ab.

2360µs ist die Schaltzeit beim Leerlauf und 14V. Bei 12V machen die Düsen aber zu wie man es jetzt gemessen hat.

In Zukunft müssen natürlich am besten passende Düsen her.

Bleibt noch die Frage ob man den auf Vollsequentiell umschaltet. Dann würden die Düsen höhere Einschaltzeiten kriegen.
Wie du richtig geschrieben hast ist dan dem Zufall überlassen ob bei OT oder UT eingespritzt wird.

Wenn man den Einspritzpunkt auf ca.170 Grad stellt so dürfte bei Leerlaufdrehzahl die Einspritzung gleich schlecht oder gut sein.
Bei OT würde er 170Grad später Einspritzen, also wenn der Kolbeln schon unten ist.
Bei UT würde er Einspritzen wenn der Kolben noch nicht oben ist.
Also sozusagen die goldene Mitte finden damit die Einspritzvarianten nicht zu groß unterscheiden?

Meine Düsen spritzen sowieso nicht in die Ventile direkt ein, sie sind weiter weg und spritzen gegen die Ansaugrohre. Daher ist die Einspritzung so oder so nicht ganz sauber und eher gleichmäßig schlecht.

Bei der Map sind 10.000µs als Höchstzahl angegeben.
Ändert sich das wenn man auf Vollsequentiell umstellt?
Falls Zeiten von 12.000µs benötigt werden oder sind 10.000µs Grenze und man muss den Druck erhöhen.

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Tobi
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Re: schlechte Zündleistung / miserabler Zündfunke

Beitrag von Tobi »

Du musst die Schaltzeiten (Totzeiten) der E-Ventile bei den verschiedenen Spannungen in die Einstellwerte eintragen. Dann kann die trijekt das raus rechnen. Hierbei muss natürlich die Spannung eingegeben werden, die die trijekt gemessen hat. Bei 11V Batteriespannung, was zeigt da die trijekt an?

Wenn bereits beim Düsentest die Spannung direkt an der Batterie von 11,3 auf 10,7 absinkt, ist mal ne neue Batterie fällig. Schafft die überhaupt noch den Anlasser zu drehen?

Unterschied halbseq./vollseq. ist nicht OT/UT sondern Arbeitstakt/Überschneidungstakt.

An der Map ändert sich nichts bei Umschaltung halbseq./vollseq. Die Anzeige im Status und die eingestellten Werte in den Kennfeldern usw. beziehen sich immer auf halbseq. Bei vollseq. macht die Steuerung von selbst nur jede zweite Umdrehung und dann die doppelte Zeit.


Gruß
Tobi

Locha2
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Re: schlechte Zündleistung / miserabler Zündfunke

Beitrag von Locha2 »

Tobi hat geschrieben: 01.07.2022, 05:20 Du musst die Schaltzeiten (Totzeiten) der E-Ventile bei den verschiedenen Spannungen in die Einstellwerte eintragen. Dann kann die trijekt das raus rechnen. Hierbei muss natürlich die Spannung eingegeben werden, die die trijekt gemessen hat. Bei 11V Batteriespannung, was zeigt da die trijekt an?
Den Düsentest habe ich wahrscheinlich falsch gemacht, bei 8000µs und 11,34V kommen 260cc/min raus das wären 2,6l in 10min. So ein großes Gefäß womit man das noch messen kann hatte ich nicht dabei. Weiterhin weiß ich nicht recht was ich mit dem Wert anfangen soll. Wie verwende ich jetzt den Wert?

Bild

Wenn bereits beim Düsentest die Spannung direkt an der Batterie von 11,3 auf 10,7 absinkt, ist mal ne neue Batterie fällig. Schafft die überhaupt noch den Anlasser zu drehen?
Deine Annahme ist berechtigt, dennoch schafft die Batterie, wenn diese geladen ist, den Motor stark zu drehen. Klar das nach 10ten mal orgeln auch diese aufgibt.
Es müsste eine 50AH batterie sein, ich hatte die extra bis auf 11,3 wollt absinken lassen um den Startvorgang zu simulieren. Sowas schadet der Batterie halt.


Unterschied halbseq./vollseq. ist nicht OT/UT sondern Arbeitstakt/Überschneidungstakt.
Kann man den bei Einstellungen den Winkel ab wann eingespritzt wird soweit verändern das die Einspritzung gelichmässig schlecht ist (schlecht eingesaugt wird)?
Bedenke das bei mir die Düsen gegen das Ansaugrohr spritzen und nicht richtung Ventile. Daher ist das Spritzbild sowieso schlecht.
Deswegen habe ich die Hoffnung das es kaum Unterschied machen wird ab wann die Trijekt das Signal kriegt.
Da ich kein Nockenwellensensor habe bleibt dem Steuergerät ja nur die Wahl ob er ab UT oder OT anfängt zu zählen. Klar ist das Pfusch aber guter Pfusch ist keine schlechte Arbeit.


An der Map ändert sich nichts bei Umschaltung halbseq./vollseq. Die Anzeige im Status und die eingestellten Werte in den Kennfeldern usw. beziehen sich immer auf halbseq. Bei vollseq. macht die Steuerung von selbst nur jede zweite Umdrehung und dann die doppelte Zeit.
Ok, genau das wollte ich wissen. Weil der 328i den ich als Vergleich rangezogen hatte, hatte Einspritzzeiten von 12,8ms.

Bleibt für mich noch die Frage warum die Düsen bei 2500µs nicht aufmachen. Sind diese wirklich zu groß oder hat das Steuergerät eine Macke?
Kann das Steuergerät bei 8000µs funktionieren und bei 2500µs nicht weil irgendwas durchgebrannt ist? Als Leie sieht für mich natürlich so aus als ob einzig und allein die Düsen zu groß gewählt wurden.

Weiterhin wollte ich Düsen Test mit 2bar machen ich vermute das die Düsen gerade bei 3bar zuviel gegendruck haben und die Wattleistung nicht ausreicht um aufzumachen.
Was wäre der niedrigste Wert für den Benzindruck den Erfahrungsgemäß verwenden sollte?

Der Start ist ja eine Summe aus Startkennfeld + Starteinspritzzeit+ Warmlaufkennfeld.
Es ist so das bei Startkennfeld Beispielsweise bei 14° Motortemperatur 164ms = (164.000µs) eingespritzt wird. Ist das richtig so, mir scheint der Wert zu groß zu sein?
Weiterhin sind bei der Starteinspritzzeit 3000µs hinterelgt, wie ich gemessen habe wird bei der Schließzeit wahrscheinlich kaum Sprit eingespritzt.

Ich vermute das dieses einmalige Fluten vom Startkennfeld zu viel ist und der Motor sich dan erst trocken dreht bevor er richtig startet. Kaltstart ist ok aber nicht berauschent.
Das größte Problem ist der Warmstart direkt nach dem Abstellen. Hierbei denke ich das wenn die ganzen Temeperatur Zusatzeinspritzzeiten wegfallen da der Motor Betriebstemperatur erreicht hat, dass der Motor mit allein 3000µs pro Umdrehung einfach nicht gestartet werden kann.
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Gruß Alex

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Tobi
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Re: schlechte Zündleistung / miserabler Zündfunke

Beitrag von Tobi »

Mach den Test bei 11 und 14V.
Vom Steuergerät gemessen!

Bei 2500μs muss er 600s laufen, gerne auch mehr, damit was messbares zusammen kommt.

Anschließend hast du die Schaltzeiten.
z.B.
2500μs bei 11V
1000μs bei 14V

Das muss in den Einstellwerten in der Gruppe Einspritzung hinterlegt werden. Es gibt dazu auch ein Schulungsvideo bei YouTube.

Geht die Spannung drunter oder drüber, extrapoliert die Steuerung dies automatisch.

Wenn dann im Kennfeld 1000μs stehen macht die Steuerung bei 11V 3500μs oder bei 14V 2000μs. Sie rechnet also die Totzeit des E-Ventils mit ein.

Nochmal, die Steuerung kann mit einem Sensor an der Kurbelwelle zwischen OT und UT unterscheiden. Das sind nur 180 Grad Unterschied. Sie kann aber nicht zwischen Arbeitstakt und Überschneidungstakt unterscheiden. Bitte mache dich ggf. nochmal mit der Funktion eines Viertaktmotors vertraut.

Benzindruck 3bar ist ok.
Weniger ist nicht zu empfehlen.
Das Spritzbild wird dann noch schlechter.

Die Starteinspritzung ist vermutlich zu hoch. Kann man nur durch Ausprobieren ermitteln.

Aber das erste was funktionieren muss ist der Warmstart. Wenn der nicht perfekt funktioniert, braucht man bzgl. Kaltstart garnicht erst anfangen. Auch zur ersten Inbetriebnahme gibt es ein Schulungsvideo.


Gruß
Tobi

Locha2
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Re: schlechte Zündleistung / miserabler Zündfunke

Beitrag von Locha2 »

Mach den Test bei 11 und 14V.
Vom Steuergerät gemessen!
Bei 2500μs muss er 600s laufen, gerne auch mehr, damit was messbares zusammen kommt.
Das Fahrzeug war ja schon 2 mal auf dem Prüfstand, der Düsentest wurde ja schon gemacht. In den Einstellungen findet man Werte wie 800µs bei 12V und 400µs bei 14V.
Ich denke damals waren fähige Leute dran. Ich will erstmal das Problem beim Start beheben. Hierbei ist bei 10,74V die Benzindüse komplett zu. Ab 11,34V macht die dan auf mit 5cc/ und bei 11,47V hatte die 5,5cc/min.
Meine Vermutung ist das, dass Steuergerät schon richtig extrapliert aber eben zwischen 11-14V, unter 11V versagt dann die Düsen weil es eben nicht lineares verhalten ist.
Natürlich sollte man das nochmal überprüfen. Dafür ist aber ein 20Amper Netzteil notwendig das ich erst besorgen muss. Die Benzinpumpe nimmt sich ca. 11-12A und der rest bestimmt seine 5A.

Nochmal, die Steuerung kann mit einem Sensor an der Kurbelwelle zwischen OT und UT unterscheiden. Das sind nur 180 Grad Unterschied. Sie kann aber nicht zwischen Arbeitstakt und Überschneidungstakt unterscheiden. Bitte mache dich ggf. nochmal mit der Funktion eines Viertaktmotors vertraut.
Vereinfacht ausgedrückt. Da ich eine 270° Nockenwelle verbaut habe ist das noch mal etwas anders.
Takt 1 = 180° Luftgasgemisch Ansaugung Einlassventile offen
Takt 2 = 180° Luftgasgemisch kompremieren Einlassventile geschloßen
Takt 3 = 180° Zündung und Druckwelle Einlassventile geschloßen
Takt 4 = 180° Abgase werden rausgedrückt Einlassventile geschloßen / Auslassventile Offen
Zusammen 720° und alle 360° wird eingespritzt.

Zündreihenfolge: 1-8-4-3-6-5-7-2
1 und 6
8 und 5
4 und 7
3 und 2
Diese Zylinder zünden zur gleichen Zeit. Haben aber den Unterschied im Ot und UT zu stehen.
Zündreihenfolge und Winkel wo der Kolben gerade Steht: 1=0° 8=90° 4=180° 3= 270° 6= 360° 5=450° 7=540° 2=630°
1=0° 8=90° 4=180° 3=270°
6=360° 5=450° 7=540° 2=630°
Beispiel: 1 und 6. Beim Zylinder 1 wird ins Offene Ventil eingespritzt und bei 6 ins geschlossene. Einspritzpunkt bei beiden Zylindern tauscht nach 360°.

Stelle ich jetzt auf 720° um weiß das Steuergerät nicht ob es im Arbeitstakt oder Überschneidungstankt steht.
1=0° oder 1=360°
Es wird einfach etwas annehmen und mal trifft es 0° und mal 360°. Anders als bei der Einspritzung jede 360° wird entweder immer gegen geschloßene Ventil eingespritzt oder immer gegen Offene.
Um diesen Effekt zu umgehen wäre mein Vorschlag die Einspritzzeit auf 180° oder mehr zu setzen.

Wählt das Steuergerät 1=0° wird bei 180° trotzdem gegen geschloßenes Ventil gespritzt
Wählt das Steuergerät 1=360° wird bei 540° also auch gegen geschloßene Ventile gespritzt.

Benzindruck 3bar ist ok.
Weniger ist nicht zu empfehlen.
Das Spritzbild wird dann noch schlechter.
Ich habe die Beobachtung gemacht das bei 1,5bar und 2500µs das Sprühbild sehr breit, fein und gleichmäßig war. Während bei 8000µs es einen schmalen Winkel hatte der weit nach vorne schiesst.
Jetzt spritzen meine Ventile gegen das Ansaugrohr, daher bezweifle ich das, dass Spritzbild so toll ist bei 3bar.

Bild
Ich hoffe man kann das erkennen.

Daher wären meine Vorschläge halt den Druck von 3bar auf 2bar zu verringern um besseren Start und Leerlaufverhalten zu erhalten. (neue Abstimmung nötig)
Weiterhin versuche ich die Schließzeiten beim Düsentest zu ermitteln um hiermit dieses Problem in Griff zu bekommen. (keine neue Abstimmung nötig)
Als Notlösung, eine Umstellung auf 720° Einspritzung. Hierdurch erreiche ich sicherlich höhere Schließzeiten. ( Vorhandene Werte werden verdoppelt. Abstimmung evtl. nicht nötig und Düsentausch auch nicht notwendig)

Ansonsten müssen im Winter neue Düsen mit komplett neuer Abstimmung.
Dafür lief der Wagen zu gut, Probleme waren halt eben bei direktem Warmstart (schwer zu erklären da nicht immer) und wenn die Lichtmaschine aufgab.
Die Lichtmaschine ist jetzt neu und es wurde ein Widerstand für den Erregerstrom in Reihe geschlatet weil als Warnlampe eine LED verbaut war. Daher sollte dieser Fehler nicht mehr auftauchen.
Da ich jetzt weiss das bei 2500µs kaum Sprit rauskommt werde ich die Starteinspritzzeit erhöhen um so die Startprobleme zu bewältigen.

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Tobi
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Re: schlechte Zündleistung / miserabler Zündfunke

Beitrag von Tobi »

Okay, dann mach das so.
Müsste auch gehn.


Gruß
Tobi

Locha2
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Re: schlechte Zündleistung / miserabler Zündfunke

Beitrag von Locha2 »

Ja mal schauen, kannst du mir die Pinbelegung von der Tri-X schicken?

Es gab mal eine Information das man das Steuergerät mit etwas anderem nicht zusammen auf Masse hängen sollte.
Fällt dir da irgendwas ein? Ich würde das gerne das überprüfen.

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Re: schlechte Zündleistung / miserabler Zündfunke

Beitrag von Tobi »

Die Signalmasse der Sensoren darf nicht mit der Leistungsmasse verbunden werden.

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Re: schlechte Zündleistung / miserabler Zündfunke

Beitrag von Locha2 »

So und täglich grüßt das Murmeltier. Ich hab mal den Drehzahlsensor ausgewechselt weil der alte nicht mehr gut aussah und jetzt anfing Probleme zu machen doch jetzt habe ich folgendes Problem.

Bild
Bild

Drehzahlerfassung mit Ladegerät 95AH Batterie und Zündkerzen

Grün (42er) : 13, 34, 54, 68, 110, 124, 145, 165, 178,
Abstände : +21, +20, +14, +42, +14, +21, +20, +13

Rot (34er) : 20, 48, 75, 104, 131, 159, 186
Abstände : +28, +27, +29, +27, +28, +27

Die roten Umkreisungen zeigen den einen Zahn der fehlt, dieser wird korrekt ausgelesen die grünen Umkreisungen zeigen Messfehler, hier dürfte keine Lücke gelesen werden.
Die Messfehler könnten Kompressionen von den Zylinder sein, der Motor dreht aber gut. Es müssten 29 Zähne sein.
Ich habe den Drehzahlsensor mit einem Abstand von 0,8mm und 0,4mm angebracht. Beides führte zur keiner Änderung.
Gibt es da einen Trick oder muss der Sensor noch näher an die die Zähne dran?

Ein Test ohne Zündkerzen ist Fehlerfrei.

Bild

Das Schulungsvideo habe ich mir auch schon angeguckt und die Einstellungen angeschaut, es scheint alles richtig eingestellt zu sein.
An den Einstellungen habe ich nichts geändert, der Drehzahlsensor hatte in der Vergangenheit eigentlich keine Probleme gemacht.

Bild



Der Sensor ist ein
Bild
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Tobi
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Re: schlechte Zündleistung / miserabler Zündfunke

Beitrag von Tobi »

Das sieht so aus, als würde dein Trigger-Rad nicht ganz rund laufen.
Ich würde ggf. mal einen anderen Sensortyp ausprobieren.
Der Bosch 0281002138 funktioniert eigentlich immer sehr gut.
Der ist hochohmig, preiswert, kann viele kleine Zähne erfassen und bringt auch bei langsamer Drehzahl und 1mm Abstand schon eine gute Spannung raus.
Alternativ einen Hallgeber einbauen.


Gruß
Tobi

Locha2
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Re: schlechte Zündleistung / miserabler Zündfunke

Beitrag von Locha2 »

Der Bosch Sensor hat 3 Anschlüsse, ich müsste noch eine andere Halterung bauen.
Sind Hallgeber besser geeignet? Wieso werden Induktivgeber dann verbaut?

Ich habe das Triggerrad auf Rundlauf überprüft. Eine nahe liegende Schraube wurde rausgeschraubt bis eine Lücke von 0,10mm zwischen Zahn und Schraubkopf war.
Dann wurde mit einer Fühlerlehre gemessen. Es Pendelt zwischen 0,00-0,25mm. Wäre das für den Boschsensor oder Hallsensor genau so ein Problem?
Entweder ich richte das Triggerrad oder braucht man das nicht wenn man auf Boschsensor wechselt?

0,10 mm Zahn 29
0,10 mm Zahn 01
0,15 mm Zahn 03
0,10 mm Zahn 04
0,00 mm Zahn 05
0,05-0,10 mm Zahn 06
0,10 mm Zahn 07
0,10 mm Zahn 08
0,15 mm Zahn 09
0,15 mm Zahn 10
0,20 mm Zahn 11
0,20 mm Zahn 12
0,20 mm Zahn 13
0,25 mm Zahn 14
0,25 mm Zahn 15
0,15 mm Zahn 16
0,15 mm Zahn 17
0,10 mm Zahn 18
0,10 mm Zahn 19
0,20 mm Zahn 20
0,25 mm Zahn 21
0,25 mm Zahn 22
0,25 mm Zahn 23
0,25 mm Zahn 24
0,20 mm Zahn 25
0,15 mm Zahn 26
0,10-0,15 Zahn 27
0,10 mm Zahn 28
0,10 mm Zahn 29


Ich habe den Sensor 3-4cm von dem Schraubkopf weg verlegt und 0,2mm Abstand zum Zahn eingestellt. Diesmal gab es seitens Trijekt keine Abbrüche, der Motor würde also starten.
Dennoch gibt der Test raus das mal 28 Zähne und mal 29 Zähne zwischen der Lücke gezählt wurden. Der Fehlerzähler gibt an 1/7, es wird am Anfang ein Fehler gezählt und dann nur noch die Umdrehungen weiter gibt es ein zweiten Fehler beim abstellen des Motors.

Bild

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