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18. ADAC Limes Rallye
Hier können sie den Presseartikel zur 18. ADAC Limes Rallye von Heiko Schäfer lesen:
Erneuter Heimsieg für Koch/Assmann bei Limes Rallye
Ausfall von Moses nach Führung, Klassensiege für Roth, Beilner und Garten,
Geschätzte 2 000 Zuschauer
Nach ihrem Vorjahressieg waren Marco Koch/Stefan Assmann (Marburg/Gladenbach) auch bei der diesjährigen ADAC Limes Rallye nach insgesamt sechs Wertungsprüfungen (WP) auf Bestzeit nicht zu schlagen.
Das Topteam vom veranstaltenden AMC Hungen verwies im Trijekt Opel Kadett C Coupe Martin Häring/Stefan Schork (Alzenau/Grünberg) im Opel Manta B, sowie Markus und Thomas Schmidtmeister (Niddatal/Laubach) im BMW 320is auf die Plätze zwei und drei.
Bei sommerlichen Temperaturen und geschätzten 2 000 Zuschauern hatten die 91 Teams, 66 in Wertung, vom Rallyezentrum Inheiden die beiden Rundkurse Harbach (WP 1 und 4) und LIQUI MOLY Langd (WP 3 und 6), sowie die Sprintprüfung Rainrod (WP 2 und 5) jeweils zweimal zu fahren.
Die Überraschung des Tages erfolgte kurz nach dem Start, als Stefan Moses/Stefan Lauth (Schmitten/Wehrheim) im BMW 320 is in Harbach und Rainrod jeweils Bestzeit fuhren. Knapp hinter Moses folgten in Harbach Michael Rausch/Thomas Schäfer (Schlitz) im Trijekt Opel Ascona B und Markus Schmidt/Ulli Weidauer (Heuchelheim/Gießen) im Ford Escort RS 2000. Mit 1, 6 Sekunden belegten Koch/Assmann Rang vier. Kurz darauf verabschiedeten sich Schmidt/Weidauer in Rainrod nach einem Hinterachsschaden am Escort. Auch das Feuerwerk von Moses, erster Limes- Sieger 1984, erlosch kurz darauf. Der Schmittener musste seinen BMW im Rundkurs Langd nach einem Hinterachsschaden ebenfalls abstellen.
Nach nur 0, 5 Sekunden Rückstand zu Koch in Rainrod, büßte Rausch in Langd nach einem Dreher und abgewürgtem Motor satte 25 Sekunden ein, die ihn auf Platz sechs zurückwarfen und einen möglichen Podestplatz zunichte machten.
In der Pause nach WP 3 führte Lokalmatador Koch vor Häring (+ 9, 3 Sekunden) und den Schmidtmeister- Brüdern (+12, 7 Sekunden). Ohne nennenswerte Probleme lagen Matthias Weber/Wolfgang Vetter (Pohlheim) im Mitsubishi Lancer Evo 7 (30, 3 Sekunden) vor Ingo Hanika/Peter Bechthold (Biebertal/Wettenberg) im Golf GTI 16 V (30, 8 Sekunden) mit Eingewöhnungsproblemen mit dem neuen Getriebe, sowie Alexander Roth/Linda Kubala (Laubach) im Audi Quattro (+ 45, 3 Sekunden. Auf den Plätzen acht, neun und zehn.
Bis ins Ziel blieb die Rangfolge auf den ersten drei Plätzen unverändert. Mit drei Bestzeiten gewannen Koch/Assmann im Trijekt- Kadett verdient vor Häring/Schork (+15 Sekunden) und den Schmidtmeister- Brüdern (+29 Sekunden). Hanika wurde Gesamtachter (+ 50 Sekunden) vor Weber (+ 58 Sekunden). Die Topten komplettierten aus heimischer Sicht Wilfried und Kerstin Fränzke (Marburg) im Golf GTI 16V (+88 Sekunden).
Mit Rang 12 (+96 Sekunden) holte sich Alexander Roth mit Freundin Linda Kubala (beide Laubach) im Audi Quattro ebenso den Klassensieg wie Lars Garten/Michaela Casper (Pohlheim/Alheim) vom AMSC Pohlheim im Honda Civic (+116 Sekunden) auf Gesamtrang 14. Die Zweifel von Garten vor dem Start („habe mit dem Seriengetriebe wohl wenig Chancen“) bestätigten sich bei seinem Heimspiel somit nicht. Hauptgegner Kay Ruck aus Weilmünster, der in Wächtersbach die Klasse gewann, fiel im VW Golf aus.
Zum dritten Klassensieg aus heimischer Sicht kamen Marc Beilner/Udo Niederle (Hungen) im Opel Kadett GSI 16 V (+133 Sekunden), die zugleich den 15. Platz im Gesamt belegten.
Historikwertung
Vor dem eigentlichen Feld hatten die 26 Fahrzeuge des Historic- Rallye- Cup ihren Auftritt mit einer vorgegebenen Sollzeitwertung. Hier waren liebevoll aufgebaute Rallyeautos aus vergangenen Jahrzehnten zu bestaunen, wie etwa Mercedes Benz 220 S, Audi Coupe GT, oder BMW 2002 tii.
Hier gingen die ersten beiden Plätze nach Nordrhein- Westfalen. Mit 1, 5 Sekunden hatten Ralf Kleinemenke/Hans- Georg Sonnendecke (Gütersloh/Dortmund) im Volvo PV 544 die geringste Abweichung, gefolgt von Rolf Kirst/Boxer Schwolen /Bonn/Alfter) im Ford Escort RS mit 1, 8 Sekunden, sowie Harald und Karin Schäff (Nördlingen) vom RAMC Nördlingen im BMW 2002 mit 2 Sekunden.
Bestes mittelhessisches Team waren Klaus Erlenbeck/Reiner Kopp (Bad Vilbel/Münzenberg) im Lancia Fulvia mit 2, 4 Sekunden auf Rang 5.
Platz 8 belegten Edwin Bingel/Martin Bernhardt (Nidda) vom AMC Hungen im Opel Ascona 400 mit 3, 7 Sekunden. Lothar Köhler/Ursula Glöde (Laubach) wurden im Opel Kadett C Coupe mit 5, 3 Sekunden 17. und Dirk Schäpler/Sabine Backhaus (Eppstein/Lich) mit 29, 8 Sekunden 24.
Weitere Ergebnisse 18. ADAC Limes Rallye
16. Jochen Werner/Thomas Linsner (Neu- Anspach/Waldems) Taunus Racing Team, VW Golf, 1330 Sekunden, 17. Patrick Pietzonka/Christian Nake (Weilrod/Usingen) Opel Astra, 1334, 18. Peter Jaschinger/Michael Pfarrer
(Nidda) AMC Hungen, BMW M3, 1341, 19. Christoph Würtele/Markus Sienel
(Gießen/Pohlheim) AMC Gießen, Audi A4 Quattro, 1346, 23. Michael Grünwald/Axel Ganß (Wächtersbach/Büdingen) MSC Wächtersbach, Mazda 323, 1367, 25. Sven Jungwirth/Christoph Weiß (Wettenberg/Linden) AMSC Pohlheim, Opel Astra, 1369, 27. Maurice Moufang/Florian Oechler (Nidda/Schotten), MSC Horlofftal, BMW 318is, 1372, 29. Georg und Katja Hossfeldt (Gießen) AMC Hungen, VW Golf, 1374, 30. Reiner Hahn/Karl Heinz Möller (Reiskirchen/Schlüchtern) Wallenwein Motorsport, Subaru Impreza, 1387, 34. Michael Weichert/Matthias Emig (Langen/Fürth) Team DMV Frankfurt, BMW 318is, 1396, 36. Jens und Elke Hofmann (Waldgirmes) BMW 318is, 1406, 38. Ralf und David Wörner (Waldgirmes) Opel Kadett C Coupe, 1407, 39. Dirk Mootz/Jürgen Guntrum (Gießen/Wettenberg) AMC Gießen, Toyota Corolla, 1420, 40. Kim und Oliver Lauth (Usingen) BMW 318is, 1420,
41. Christian Sier/Meike Zettl (Heuchelheim/Grebenau) AMSC Pohlheim, BMW 318is, 1420, 42. Stefan Schopp/Britta Rittweger (Frankfurt/Netzbach) Taunus Racing Team, BMW 318is, 1423, 43. Stefan Spamer/Tanja Neunobel (Schotten/Gedern) VW Golf GTI 16V, 1426, 47. Kai Schönborn/Sascha Henrich (Usingen), Daihatsu Charade, 1438, 48. Christian Schuld/Benjamin Petersen (Hungen), AMC Hungen, Opel Kadett C Coupe, 1439, 49. Benjamin und Peter Steidl (Laubach) Seat Ibiza, 1442, 50. Ulrich Moses/Manuel Mössler (Weilrod) BMW 318is, 1443, 51. Timo und Marco Scheuerling (Butzbach) Skoda Favorit, 1451, 53. Björn Seitz/Volker Müller (Lich/Laubach) Nissan 100 NX, 1464, 54. Alexander Papendorf/Timo Rau (Hungen/Nidda) Seat Ibiza, 1474, 57. Torsten Tippner/Alexander Hirth (Nidda/Schotten) AMC Hungen, Opel Kadett C Coupe, 1493, 59. Gert und Nils Hildebrandt (Gießen) AMC Gießen, VW Polo, 1509, 60. Daniel und Sabrina Puschner (Reiskirchen) AMSC Pohlheim, VW Golf, 1530, 61. Ina Beck/Arno Enners (Gießen), VW Golf, 1530, 64. Nico und Daniel Czirpka (Laubach) Opel Corsa A, 1573, 65. Sabine Hancke/Sandra Jimenez/Sanchez (BMW M3), 1612
Rallyesplitter:
Comeback 1:
Nach knapp 18 Monaten Pause (Hessen Rallye Vogelsberg 2007) wegen eines kapitalen Motorschadens griff Altmeister Norbert Moufang wieder ins Lenkrad seines Opel Kadett C Coupe.
Nach eigener Zeitmessung hätte es nach seinen Worten für einen Podestplatz gereicht.
„Am Auto musste einiges gemacht werden und das dauerte eben seine Zeit“, meinte der Niddaer vor dem Start. Im Herbst plant der Niddaer wieder in Wertung zu fahren. Die Fanss dürften sich auf erneute Duelle zwischen ihm und seinem Marburger Markenkollegen Marco Koch freuen können.
Comeback 2:
Nach neun Jahren Pause (damals im Opel Kadett C Coupe) erlebte Jens Hofmann aus Waldgirmes im BMW 318is mit dem 36. Platz und Rang zwei in der Klasse ein Comeback nach Maß. Dessen Ehefrau Elke, früher ebenfalls als Beifahrerin unterwegs, war überglücklich. „Die waren alle so nett zu mir“, war ihr Resümee.
Debüt:
Reiner Hahn aus Reiskirchen beendete seine erste Rallye im angemieteten Subaru Impreza von Wallenwein Motorsport, dem Einsatzauto von Ellen Lohr in der deutschen Rallyemeisterschaft, auf dem guten 30. Gesamtrang. Für Hahn, der bisher Kartsport betrieb eine neue Erfahrung. Weitere Einsätze sind geplant.
Genaue Kontrolle:
Nicht jeder Teilnehmer hatte seinen vorgeschriebenen Fahreranzug bei der technischen Abnahme parat. „Bitte vorzeigen“, war die Antwort der Offiziellen.
Hintergrund sollen nicht ordnungsgemäße Reifen bei einigen Teams während der Rallye Ebern bei Nürnberg vor einer Woche gewesen sein, woraufhin bei der Abnahme verstärkt auf die Einhaltung der Regeln geachtet wurde .
Medieninteresse:
Nicht nur bei den Teilnehmern wird die „Limes“ geschätzt, auch von den Medien. Pressechef Kai Trömer nahm rund 30 Akkreditierungen entgegen.
Rallyeoldie mit rundem Geburtstag:
Ende September feiert Rallye- Urgestein Franz Grolig am 27. September im Bürgerhaus Wiesenbach bei Biedenkopf Geburtstag. Der nach eigenen Angaben „Grand Old Daddy of Motorsports“ wird 70, mit rund 50 Jahren Erfahrung im Rallyesport.
Weitere Informationen im Internet unter www.amc-hungen.de
und im rallye magazin www.rallye-magazin.de



